Die Realisierung der Kinderporno-Sperren

25. März 2009, 21:16 | Autor: Marc | Kategorie(n) Freiheit und Recht.

Seit einigen Monaten wird bereits in der Öffentlichkeit über Zugangssperren zu Webseiten diskutiert, welche kinderpornographisches Material enthalten. Heute hat dann das Bundeskabinett in groben Zügen entschieden, wie solche Sperren umgesetzt und wie die rechtlichen Grundlagen aussehen sollen.

Angesichts der langen Diskussion, an der immer wieder auch Menschen teilgenommen haben, die zweifellos mehr technisches Wissen aufweisen können als die beteiligten Politiker, ist überraschend wenig Effektives beschlossen worden.

So soll es genügen, wenn die DNS-Server der Zugangsprovider IP-Adressen der betreffenden Seiten nicht mehr auflösen, bzw. stattdessen auf eine "STOP"-Seite verweisen. Dass sich solche "Sperren" mit wenig Aufwand umgehen lassen, ist klar…

Da kann man im Sinne der Kinder nur hoffen, dass die Konsumenten kinderpornographischer Inhalte weder technisch bewandert, noch lernfähig sind.

Abzusehen war selbstverständlich auch, dass nun diverse, weniger bekannte Politiker ins Rampenlicht treten und ihrerseits Sperren für alle möglichen Inhalte fordern, die annähernd rechtswidrig erscheinen. Da kann man nur hoffen, dass solchen Profilneurotikern kein Gehör geschenkt wird, denn sonst müssen wir bald chinesische DNS-Server verwenden, um an freie Informationen aus dem Internet zu gelangen.

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1 Kommentar für “Die Realisierung der Kinderporno-Sperren”

  1. EU plant europaweite Websperren | 29/03/10

    [...] der EU läge. Bei Golem.de sind hierzu Zahlen zu lesen. Außerdem können die bisher geplanten Sperren leicht umgangen werden, oder – wie in Dänemark – die Listen an die Öffentlichkeit gelangen und als [...]

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