Archiv für ‘internetausdrucker’

Vorratsdatenspeicherung der Behörden

19. Juni 2009 23:39 | Autor: Marc | Keine Kommentare | Kategorie(n): Freiheit und Recht

Neben dem Gesetz zum Access Blocking, auf das wohl an diversen anderen Stellen im Netz bereits zur Genüge eingegangen wurde, hat der Bundestag heute auch das umstrittene, sog. BSI-Gesetz beschlossen.

Das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) wird also künftig alle Verbindungsdaten speichern, die bei der Nutzung öffentlicher Webseiten und EMail-Kommunikation mit Behörden anfallen. Und das zeitlich uneingeschränkt.

Die Internetausdrucker wollen damit Angriffe auf die öffentliche IT-Infrastruktur abwehren. Wie auch immer man so etwas mit gespeicherten Verbindungsdaten anstellt. Ich gehe zumindest nicht davon aus, dass unsere Politiker fail2ban im Sinn hatten beim Entwickeln dieses neuen Highlights im Bereich Datenschutz.

 

Petition gegen Internet-Zensur

4. Mai 2009 22:11 | Autor: Marc | Keine Kommentare | Kategorie(n): Freiheit und Recht

Auf den Seiten des Deutschen Bundestages existiert seit dem heutigen Tage eine ePetition gegen die Internet-Zensur nach den Vorstellungen unserer Familienministerin Ursula von der Leyen – auch liebevoll Zensursula genannt.

Jeder darf sich aufgerufen fühlen, die Petition mitzuzeichnen und diese Möglichkeit auch in die Welt zu tragen.

Um eine Registrierung kommt man nicht herum, aber immerhin muss man keine Cookies zulassen.

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860

 

Netzsperren sind offiziell

17. April 2009 19:16 | Autor: Marc | 1 Kommentar | Kategorie(n): Allgemeines

Das Bundesfamilienministerium, vertreten durch die Ministerin Ursula von der Leyen – genannt Zensursula, hat heute mit fünf deutschen Access-Providern (Telekom, Arcor, HanseNet, Telefonica, Kabel Deutschland) Verträge geschlossen, durch die sich die Provider verpflichten, eine, vom BKA täglich aktualisierte Liste von URLs mit kinderpornographischen Inhalten, zu sperren.

Technisch werden die Sperren im DNS umgesetzt, indem die DNS-Server der Provider nicht die eigentliche IP-Adresse auflösen, sondern eine Adresse, hinter der sich eine STOP-Seite mit weiteren Erläüterungen verbirgt.

Wie einfach man solche Sperren umgehen kann, weiß inzwischen auch der geneigte Leser des Hamburger Abendblatt. Dort wird beispielsweise auf die freien DNS-Server des Dienstes OpenDNS hingewiesen.

 

Die Realisierung der Kinderporno-Sperren

25. März 2009 21:16 | Autor: Marc | 1 Kommentar | Kategorie(n): Freiheit und Recht

Seit einigen Monaten wird bereits in der Öffentlichkeit über Zugangssperren zu Webseiten diskutiert, welche kinderpornographisches Material enthalten. Heute hat dann das Bundeskabinett in groben Zügen entschieden, wie solche Sperren umgesetzt und wie die rechtlichen Grundlagen aussehen sollen.

Angesichts der langen Diskussion, an der immer wieder auch Menschen teilgenommen haben, die zweifellos mehr technisches Wissen aufweisen können als die beteiligten Politiker, ist überraschend wenig Effektives beschlossen worden.

So soll es genügen, wenn die DNS-Server der Zugangsprovider IP-Adressen der betreffenden Seiten nicht mehr auflösen, bzw. stattdessen auf eine "STOP"-Seite verweisen. Dass sich solche "Sperren" mit wenig Aufwand umgehen lassen, ist klar…

Da kann man im Sinne der Kinder nur hoffen, dass die Konsumenten kinderpornographischer Inhalte weder technisch bewandert, noch lernfähig sind.

Abzusehen war selbstverständlich auch, dass nun diverse, weniger bekannte Politiker ins Rampenlicht treten und ihrerseits Sperren für alle möglichen Inhalte fordern, die annähernd rechtswidrig erscheinen. Da kann man nur hoffen, dass solchen Profilneurotikern kein Gehör geschenkt wird, denn sonst müssen wir bald chinesische DNS-Server verwenden, um an freie Informationen aus dem Internet zu gelangen.